Wie können wir Ihnen helfen?
Hotline: +49 (0) 24 52 / 9 57 46 61
Wir sprechen Deutsch, Englisch und Französisch

Wir bezahlen das Porto für Sie bei einer Online-Bestellung nach

Deutschland: ........................... ab 100 € EU: ........................................... ab 200 € Europa: .................................... ab 300 € Welt: ........................................ ab 500 € .

Wählen Sie Ihre Automarke:

Sie befinden sich hier: Startseite / Service / Fragen und Antworten

Häufig gestellte Fragen (und deren Antworten)

1. Worin bestehen die Unterschiede zwischen der 123\ignition, der 123\TUNE (USB) und der 123\TUNE+ (Bluetooth)?

Die 123 ignition, die "Mutter" aller 123 Zündungen, beherbergt in der Regel 16 fest einprogrammierte Zündkurven, die mittels einen kleinen Drehschalters abgerufen werden können. Diese Zündkurven sind mehr oder weniger in den Einbauanleitungen offen gelegt, manchmal in Form der Beschreibung der kompletten Zündkurve, manchmal nur in der Angabe des Maximalwerts der Verstellung und manchmal nur mit dem Hinweis, welche Kurve für welchen Motor geeignet ist.
Die 123 ignition gibt es in den Versionen mit und ohne Unterdruckanschluss, für Fahrzeuge mit negativer und positiver Masse und für Fahrzeuge mit mechanischer Einspritzung bzw. Vergaser und Fahrzeuge für elektronische Einspritzung (D-Jetronic). Versionen für positive Masse können auch für Fahrzeuge mit negativer Masse verwendet werden. Keine der 16 Zündkurven kann (durch Sie oder uns) verändert werden. Es gibt eine Vielzahl fahrzeugspezifischer 123 ignition, die oft auch eine motorspezifische Zündkennlinie, zum Teil aber auch ein breit gefächertes Sortiment an Zündkennlinien enthalten.

Die 123 TUNE (USB) enthält bei Auslieferung 2 Zündkurven, die aber in der Regel nicht auf Ihren Motor abgestimmt sind. Diese beiden Zündkurven sind Beispielkurven, die in der dem Verteiler beiliegenden Installationsanweisung erläutert werden. Diese beiden Zündkurven können mittels einem auf unserer Seite frei downloadbaren Programms und eines Notebooks (Verbindung über USB-Kabel) beliebig verändert und auf die Belange Ihres Motors angepasst werden (auch Drehzahlbegrenzer). Idealerweise findet die Anpassung auf einem Leistungsprüfstand statt, was aber auch mit etwas Geschick auf der Straße stattfinden kann. Dabei können sowohl für die drehzahlabhängige als auch für die unterdruckabhängige Zündkurve jeweils 10 Punkte festgelegt werden, zwischen denen die Zündwerte dann automatisch interpoliert werden. Sie können beliebig viele Zündkurven auf Ihrem PC/Notebook abspeichern und 2 davon mit wenigen Mausklicks in Ihren Zündverteiler laden oder einige mit anderen Fahrern (auch per email) austauschen. Mit der 123 TUNE haben Sie die Möglichkeit, während der Fahrt zwischen den 2 geladenen Zündkurven umzuschalten (ohne Verbindung über USB-Kabel). Außerdem können Sie die Zündkurve während der Fahrt in begrenztem Maß beeinflussen, was aber bedingt, dass der Verteiler mit einem USB-Kabel mit einem Notebook verbunden ist.
Die 123 TUNE ist immer für Fahrzeuge mit negativer und positiver Masse ausgelegt (außer bei 8 Zylinder Verteilern, die es nur für Fahrzeuge mit negativer Masse gibt) und hat immer einen Unterdruckanschluss (der aber nicht unbedingt benutzt werden muss). Die 123 TUNE ist in der Standardversion nicht für Fahrzeuge mit elektronischer Einspritzung ausgelegt. Bitte kontaktieren Sie uns zwecks Sonderanfertigung.

Die bislang letzte Evolutionsstufe der 123 Zündung heißt 123 TUNE+ (Bluetooth). Diese ist der 123 TUNE (USB) ähnlich. Der größte Unterschied ist die Art der Verbindung zwischen Zündverteiler und PC/Notebook, die mittels Bluetooth statt USB-Kabel stattfindet. 1 Zündkurve können Sie mit Hilfe einer App auf Ihrem Smartphone bzw. Tablet verändern und auf die Belange Ihres Motors anpassen. Es ist mit der Bluetooth-Version nicht möglich, Zündkurven auf dem Smartphone/Tablet abzuspeichern und wieder in den Verteiler einzuladen oder mit anderen Fahrern diese Kurven auf elektronischem Weg auszutauschen.
Ein großes Plus der 123TUNE+ (Bluetooth) ist die implementierte Wegfahrsperre, die über das Smartphone/Tablet aktiviert und deaktiviert werden kann.


2. Braucht man trotz elektronischer 123\ignition Zündung immer noch den Unterdruckanschluss und wozu ist dieser gut?

Bei laufendem Motor bildet sich im Ansaugtrakt ein Unterdruck, weil der Motor durch die Auf- und Abwärtsbewegung der Kolben in den Zylindern und dem Öffnen und Schließen der Ventile Benzin-Luftgemisch ansaugt, diesem Luftstrom sich aber verschiedene Widerstände entgegenstellen. An erster Stelle dieser Widerstände steht die Drosselklappe, deren Öffnungsgrad mit dem Gaspedal gesteuert wird.
Ist die Drosselklappe weitestgehend geschlossen (d. h., das Gaspedal ist nicht oder nur wenig betätigt) und der Motor läuft mit erhöhter Drehzahl (Teillastbereich), werden die Brennräume nicht optimal befüllt und die Verbrennung findet leicht verzögert statt. Um dieser Verzögerung Rechnung zu tragen, wird der Zündzeitpunkt unter diesen Umständen (großer Unterdruck im Ansaugtrakt) Richtung früh verstellt. Dies bewirkt, dass nun trotz verlangsamter Verbrennung der Druckpunkt auf den Kolben in seiner Abwärtsbewegung im Arbeitstakt zum richtigen Zeitpunkt erfolgt.
Die 123\ignition benötigt, wie konventionelle Zündverteiler auch, diesen "Input", also eine Information, wie groß der Unterdruck im Ansaugtrakt ist, um den Zündzeitpunkt entsprechend Richtung früh verstellen zu können.
Fahrzeuge, die im Motorsport eingesetzt werden, benötigen diesen Anschluss meist nicht, da sie vorwiegend im Volllastbereich betrieben werden. Im Volllastbereich entsteht im Ansaugtrakt kein bzw. nur sehr wenig Unterdruck, da die Drosselklappe in dem Bereich komplett geöffnet ist.
Verschiedene Vergasertypen eignen sich nicht zur Abnahme des Unterdrucks aus dem Ansaugtrakt. Uns sind nur sehr wenige Fahrzeuge mit Webervergasern bekannt, die eine zusätzliche Frühverstellung durch Unterdruck besitzen.
Generell sollten Sie eine 123ignition mit Unterdruckanschluss ordern, wenn der Originalverteiler eine Unterdruckdose hat. 123\ignition Verteiler mit Unterdruckanschluss können auch ohne Anschluss des Unterdruckschlauchs betrieben werden. Dabei findet einfach keine unterdruckabhängige Verstellung (sondern nur die drehzahlabhängige Verstellung) statt.